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Die Menschen häufen die Fehler ihres Lebens an 
und erschaffen daraus das Ungeheuer,
das sie Schicksal nennen. 
Pearl Mary Teresa Craigie



Angebote zur Alzheimer-Prävention auf einen Blick

Erinnerungsarbeit, Biografiearbeit 

Chronik der  DDR-Lebensweisheiten 
Termine nach tel. Anmeldung, per e-mail oder sms 

Stunde: 30.- €


den Geist beruhigen: 
regelmäßige Atem-Meditation 
offene Gruppe, ohne Anmeldung 
Mi: 19-21 Uhr

Sa: 07-09 Uhr

Unkostenbeitrag: 10.- €

Diagnostik & Klärung:
psychologische Sprechstunde 
Termine nach tel. Anmeldung, per e-mail oder sms 
Mo: 13-15 Uhr 
Di :  13-15 Uhr 
Mi : 17 -18.30Uhr
Preis: 20.- €

ein offenes Ohr bei Leidensdruck:

ihr  Gesprächsraum
Termine nach tel. Voranmeldung, per e-mail oder sms
Stunde: akut 45.- € / langfristig & mehrmalig: 20.- €

Bewegungsangebote für Senioren:

Drei meditative Spazierrunden

Anmeldung jederzeit und bei jedem Wetter telefonisch, per e-mail oder sms.

Jede Spazierrunde beginnt in der Praxis gleich hinterm Rathaus mit einer kurzen Einführung in die Technik der Atem-Meditation. Das meditative Laufen wird anschließend draußen ausprobiert. Partner, Freunde &  Nachbarn, die mitspazieren,

zahlen jeweils 10:- €, pflegende Begleitpersonen erhalten die Einführung in die Technik und den Spaziergang selbstverständlich  kostenfrei.


Runde 1:
für Kurzatmige 
in den  schattigen Schlosspark um die Ecke;  ein gutes halbes Stündchen

Meditation & Spaziergang: 25.- €

Runde 2:
für Ausdauernde 
immer am sandigen Spreeufer  entlang bis zum verschlafenen S-Bhf Spindlersfeld; ein gutes Stündchen 

Meditation & Spaziergang: 45.- €

Runde 3:
für Zügige

rund um das lauschige Laubenpieper- Inselchen  Baumgarten, das so winzig ist, dass es für den  Stadtplan nicht gereicht hat... in einem guten Stündchen 

Meditation & Spaziergang: 35.- €

 


Alzheimer Demenz
Wenn wir einen integrativen Standpunkt einnehmen, und die Alzheimer Demenz als Zivilisationskrankheit betrachten, gehören zur Prävention die gleichen Schwerpunkte, wie wir sie beim Vorbeugen von Stress und Depression kennen:

1) BEWEGUNG 2) ERNÄHRUNG & 3)  ENTSPANNUNG. 

Welcher Meinung sind sie, was die Ursache der epedemienhaft auftretenden Alterskrankheit Alzheimer betrifft? 
Gehören sie zu denen die, wie ein Großteil der Mediziner meinen, das Alter sei der größte Risikofaktor und die Ursachen wären genetisch bedingt?
Oder teilen sie mit mir die Ansicht, dass die westliche Lebensweise samt sozialer Vereinsamung und technischer Verschlimmbesserungen die Krankheit auslöst?
Dann lade ich sie ein, einigen meiner Gedanken zum Altern zu folgen:

Eindeutig bauten von den Senioren, die ich als Studentin in den 80ern 

betreute, die am schnellsten ab, die brav zu Haus vorm Fernseher ihre Pillen einnahmen, die sich jeden Gang zu Konsum, Mülltonne oder Briefkasten beizeiten abnehmen ließen. Die vitalste war eine, die täglich, bei Wind und Wetter ihre Einkaufs-Runde drehte und im Club der Volksoli ihr Tanzbein schwang, trotz Wasseransammlung in demselben. Eine, die mit viel Knoblauch und entzündungshemmend kochte, weil sie sich zum Aldi-Kaffee auch Kokosöl „von drüben“ mitbrachte.

Jenseits von Sozial-Romantik brachte ein Buch über Hopi Indianer mich zu der Erkenntnis, dass die Alten früherer Generationen & anderswo nicht nur von Krankheiten hinweggerafft wurden, sondern sich bewusst zum Sterben zurückzogen, wenn sie meinten, ihre Zeit sei abgelaufen. Nehmen wir dieses hohe Maß an Selbststeuerung zur Kenntnis, wird die Richtung unserer gesellschaftlichen Entwicklung fragwürdig. Senioren-Residenzen, in denen niemand glücklich residiert, fallen mir ein. Massenmedien und populärwissenschaftliche Fachblätter ersetzen in unseren Köpfen das Bild von weisen Alten durch das bedauernswerter Seniler. Autoritäten der deutschen Alzheimerforschung und populärwissenschaftliche Ratgeber verkünden, dass 
Alzheimer unvermeidbar sei, wenn wir alt werden und bekräftigen einen Volksglauben, der sich zum kollektiven Glaubenssatz verfestigt hat.

In der Heilpraktiker-Ausbildung lernte ich, dass es bisher weder konkrete Laborparameter gibt, die eine eindeutige Alzheimer-Diagnose ermöglichen, noch dass bisher eine kurative (heilende) Therapie bekannt ist.
Ich lese alle Jahre wieder vom Basteln an der neuesten Alzheimer-Pille, die nun endlich den ersehnten Durchbruch bringen soll.
Warum wird wohl unsere Hoffnung auf den wissenschaftlichen Durchbruch schön am Köcheln gehalten?

Ein aktuelles Beispiel entnahm ich aus „Die Zeit“(07.2015) : 
“Gleich zwei neue Wirkstoffe machen den Fachleuten Mut “, heißt es da, Wirkstoffe vom Pharma-Riesen Eli Lilly und der Firma Biogen. “ Die lähmende Hoffnungslosigkeit in Bezug auf wirkungslose Alzheimertherapien scheint überwunden. Wer auch immer als erster mit einer wirkungsvollen Demenzbremse auf den Markt kommt, ihm sind hohe Einnahmen sicher.“ Da müssen wir uns die verstaubte Klassenfrage „Wem nützt es?“ gar nicht erst stellen. 

Natürlich müsste der Löwenanteil staatlicher Fördermittel statt in die Forschung in Prävention und Aufklärung fließen. Tut er aber nicht.

Wir sollten unsern Fokus für etwas Grundlegendes öffnen. Während wir mit unzulänglichen (wirk-) stofflichen Lösungen torpediert werden, offenbart sich ein tief sitzender Mangel.
Alzheimer ist eine Mangelkrankheit.
Eine von vielen Mangelkrankheiten in unserer materiellen Überflussgesellschaft. 
Mangel entsteht da, wo wir grundlegende Bedürfnisse nicht mehr erkennen und sie befriedigen. 
Welche sind das? Einige Gedanken dazu:

A) Unser Bedürfnis nach Verwurzelung und Bindung im Alter


Es wird allgemein als Zumutung empfunden, die letzten Lebensjahre gemeinsam mit den Eltern zu leben. Nicht von gemeinsamer Lebenszeit ist die Rede, sondern von Pflege, die wie eine lästige Pflicht erlebt wird. Der integrierte Opa mit eigenem Zimmer, der sich im Haus nützlich macht und die Enkel von der Schule abholt, wo gibt es ihn? Für Senioren gewinnen zunehmend die kleinen, wiederholten, gleich bleibendenGesten des Gebrauchtwerdens an Bedeutung. Wo sehen wir Großstädter ein Modell, bei dem Oma die Möhrchen fürs Essen mitschnippelt und dann entspannt ihren eigenen Kram erledigt? Kennen sie ein Mehrgenerationenhaus in der Nähe? 
Einsamkeit, Entwurzelungsgefühle und Altersdepression werden permanent weg geschoben oder wegverwaltet, im besten Falle und weggepflegt. 
In der Generationenkette enger zusammenzurücken wird durch massenhaft verspätetes Abnabeln verzögert, hauptsächlich aber durch einen aufreibenden entfremdeten Arbeitsalltag ausgehebelt. Teilnahmslosigkeit und Lieblosigkeit greifen um sich. Ein komfortabler Heimplatz kann das bestenfalls kaschieren.
Wie lebendig und verbunden fühlt sich ein Mensch, der Tage, Wochen und Monate lang ins Vergessen abgeschoben wird? Bei meiner Arbeit als Seniorenassistentin der Albert Schweitzer Stiftung habe ich viele psychische Störungsbilder solch Vergessener kennen gelernt. Es kann leichter sein, sich selbst zu vergessen, als auszuhalten, dass die Familie einen vergessen hat. Verdrängen und Vergessen ist eine grausame Seite unserer westlichen Kultur. Ein Teil meiner Arbeit zu Demenz- und Alzheimer-Prävention bestand und besteht im  Schaffen von Möglichkeiten zur Erinnerung für die Betroffenen selbst. Im Frühstadium kopple ich die Biografie-Arbeit an Spaziergänge. Das entspannt, mobilisiert Körper samt Erinnerungen gleichzeitig. Stumpfe Mienen werden weicher, Panzer dünner. Tränen fließen und verloren geglaubte heilsame Gefühle können auftauchen.


B) Unser Bedürfnis nach Lebenssinn im Alter

Wenn ein Partner verstorben ist und die Familie als Halt und Sinnstifterin ausfällt, lohnt es sich über Alternativen nachzudenken.
Nimmt die Kraft für regelmäßige körperliche und geistige Arbeit ab, wird die Entscheidung fällig, Nebenjob oder Ehrenamt an den Nagel zu hängen, den Kleingarten aufzugeben oder in eine angemessene Wohnung zu ziehen. 
In solchen Phasen des Loslassens können sich starke Gefühle von Entfremdung und Verlorenheit zeigen. Es kann sehr lange dauern, bis sie sich im veränderten Alltag wieder zu Hause fühlen. Für diese Phase biete ich ihnen meine therapeutische Hilfe an. Sie gehen auf Spurensuche nach verschütteten Interessen, ungelösten Geschichten und wir  halten gemeinsam nach neuen Inhalten Ausschau. Vielleicht entdecken sie dabei ihren roten Faden wieder. Wenn sie so wollen, ist ein erfülltes, aktives Leben die beste Alzheimer-Vorsorge.

Kleine, regelmäßig erfahrbare Erfolgserlebnisse, die sich aus der Umsetzung eigener Ideen ergeben, werden hier besprochen und gewürdigt. Sie heben mitsamt der Stimmung den Serotonin-Spiegel, einen wichtigen Depressionsindikator an.
Ein bleibendes Zeugnis der Wertschätzung legen wir hier in der Praxis an, die
Chronik der Lebens-Weisheiten für die nächste Generation.

Was hat es damit auf sich?

Immer wieder wird von Senioren bedauert, dass die Jungen den Alten nicht zu hören. Die Geschichten jener, die die wilde Aufbruchszeit der 60er und 70er in der DDR- eigenen Variante erlebt haben, scheinen schon jetzt wie von einem anderen Stern. Was alles möglich war unter der Käseglocke des real existierenden Sozialismus, darf nicht verloren gehen. Wenn auch wir es vergessen, wird es bald niemand mehr glauben können. Verloren geglaubte Gefühle von Sehnsucht, Fernweh, Abgeschirmtheit und Freiheitswillen werden auftauchen. Schauen wir gemeinsam, was sich heute damit anstellen lässt, ob sich etwas in die Chronik aufnehmen lässt.


C) Unsere körperlichen Bedürfnisse im Alter 
Ich möchte einige erhellende Gedanken aus dem spannenden Buch „Die Alzheimerlüge“ zusammenfassen, besonders, weil es meinen Bemühungen, um die Verinnerlichung einfachster Gesundheitsregeln und Regenerationsmethoden entgegenkommt.
Unser körperliches Bedürfnis nach Bewegung im Alter: 
Es gibt tatsächlich noch einen neuen Gesichtspunkt: 
Nicht nur irgendein ambitionierter Ausdauer-Sport ist wichtig, um Kulturkrankheiten und Alzheimer beizeiten beizukommen, sondern es geht noch einfacher: Es geht um 
wiederholte(!), 

gleichförmige(!)

Bewegung.

Der tägliche, zügige, Spaziergang, bei dem sie ab und an neue Wege entdecken sollten, das tägliche, zügige Laufen zur Arbeit (nicht das Hetzen)

rücken in den Fokus. Korrekt in diesem Modus fühlt sich unser Gehirn sauwohl, weil es Jahrmillionen lang,- bis unsere hominiden Vorfahren von Sammlern und Jägern zu Werkzeug nutzenden Sesshaften mutierten-, nichts anderes tat, als dafür die nötigen Nervenzellen zur Verfügung zu stellen. Und das täglich stundenlang, während unsere Altvorderen zügig durch die Savannen und Grasländer streiften, langsam den Radius des bekannten Gebietes erweiterten, indem sie sich Wege zu entfernten Nahrungsfundstätten merken mussten.Und ebenso entdeckten, wie ein Mammut zerlegt wird, damit alle was davon haben, bevor es anfängt zu stinken…Die Neubildung und Bereitstellung von Nervenzellen und interne Speichererweiterung für unsere Tätigkeiten nennt sich Neurogenese. Dem Gehirn ging es jahrtausendelang so gut, weil es dringend zum Überleben gebraucht wurde.

Es wuchs und wuchs, bahnte, verästelte und verschaltete sich mit jeder neuen Herausforderung, mit jedem Nashorn, das um die Ecke bog und mit jedem Weg, den die Sippe wiederfand. Das Gehirn wurde gebraucht und wuchs. Oder andersherum: ein Gehirn, das nicht gebraucht wird schrumpft. Und jetzt sagen sie nicht, sie gebrauchen ja ihr Gehirn ausreichend, weil sie Kreutzworträtsel lösen oder Zeitung lesen. Sicher schulen sie Konzentrations- und Merkfähigkeit. Allein mit Denksport, Füttern mit rein geistiger Kost,  Zeitungslektüre und anderem Medien-input wird wohl das Denken und Fühlen in verschiedenste Richtung gelenkt, aber keine Neurogenese stimuliert. Der Quantensprung liegt im Detail: 

Wir sollten unser Gehirn nicht laufend (im Sinne von häufig) strapazieren, sondern laufend anregen: es beim Laufen anregen, und bei zügigem, wiederholtem, gleichförmigem Laufen entspannt anregen!
Laufen ist wie Balsam für unser Gehirn, und es wird uns dafür lieben und länger dienen, wenn wir es so oft es geht, entspannt beim Laufen benutzen. Nichts Spezielles denken müssen, aber alles kommen lassen, was wir so denken, wenn wir eben auf dem Weg sind.

Sticken sie sich diesen Satz auf ihr Kopfkissen oder singen sie den Text als Mantra!

Merkenswert ist, dass bei Stress keine Neurogenese, also keine Nervenzellneubildung stattfinden kann, weil ein Notfallprogramm aktiviert ist.
Merkenswert ist auch, dass die Sache mit der Neurogenese bis in die 80er Jahre des alten Jahrtausends niemand so richtig glauben wollte und erst Ende des letzten Jahrtausends die adulte Neurogenese beim Menschen nachgewiesen wurde. Auch bei 70-Jährigen Verstorbenen! 
Merken sie sich den Hippocampus als einen der ältesten Bereiche im Gehirn, in dem die hippocampale Neurogenese stattfindet. Hier ist genau der Ort, in dem auch der Alzheimer-Prozess startet.

Ich übernehme gern den Kernsatz aus dem Buch " Die Alzheimer-Lüge" von Dr . Nehl: 

Alle Verhaltensregeln, die die hippocampale Neurogenese anregen, führen zu einer beträchtlichen Reduktion des Alzheimer-Risikos, wohingegen alle, die sie hemmen, das Risiko deutlich erhöhen.

Haben Sie aufmerksam gelesen? Dann Testfrage an Sie: 
Welche ist die einfachste Verhaltensregel, welche die Bewegung betrifft und die Neurogenese besonders stark anregt? Oder andersherum: welche besondere Eigenschaft muss Bewegung haben, damit sie die Nervenzellneubildung optimal stimuliert? 
Haben sie richtig geantwortet, können sie beim nächsten Klatsch im Hausflur Frau Müllermeierschulze argumentativ darlegen, warum deren Hausarbeiten zwar als tägliches -Bewegungsprogramm hinreichend sind, aber es eben nicht als Alzheimer-Prävention durchgeht, bis zur Erschöpfung Fenster zu putzen , mit vollen Taschen die Treppe hoch zuhetzen oder gebückt im Gärtchen Unkraut zu zuppeln. 
Und bringen sie sie zur nächsten Wanderung mit!

Kommen sie gern gemeinsam  vorbei und laufen eine kleine meditative Runde zum Ausprobieren. Kurzfristige Ziele sind die einzig realistischen, weil abrechenbar. Was keinen Spaß macht, werden sie nicht einmal mittelfristig durchhalten. 


Unser körperliches Bedürfnis nach ausgewogener Ernährung im Alter
Wir meinen, schon alles zu wissen. 
Testen sie sich mal: Schätzen sie gesättigte Fettsäuren als schädlicher ein und greifen sie beim Einkauf um so lieber zu einem Öl, das den Aufdruck „reich an ungesättigten Fettsäuren“ trägt? Dann sind sie, und lange Jahre auch ich, falscher Propaganda auf den Leim gegangen, und mit uns Millionen andere. Wir konsumieren schon lange keine Margarine mehr, vergessen aber oft, warum sie uns nicht gut tat. Es lohnt sehr, sich in  Nehls Alzheimer Buch zu vertiefen:   Omgega-3- haltige Öle sollten vermehrt, Omega-6-haltige Öle nur in kleinen Mengen genossen werden. Ein Mehr an Omega-3-Fettsäuren ist besonders in der frühen Phase von Alzheimer hilfreich. 

Dr.Nehl empfiehlt Fisch-und Kokosöl  als gesunde, natürliche

entzündungshemmende Fette und warnt  vor Transfetten, wie Margarine, weil sie wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper behindern und nicht nur Alzheimer, sondern auch der vaskulären Demenz Vorschub leisten. Ich schließe mich dem an und empfehle zusätzlich Hanföl, weil es das verträglichste Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 aufweißt. In meiner Praxis halte ich einen Vergleich aller handelsüblichen einheimischen Öle nach entzündungshemmenden und entzündungsfördernden Parametern für sie bereit. Sie werden erstaunt sein, dass es so übersichtlich und einleuchtend zusammengestellt ist.

Fakt ist, dass der nicht ganz einfache Fettstoffwechsel bis heute sogar in Ratgebern verkürzt und dadurch falsch dargestellt wird. Vorsicht bei vielen Ratgebern von vor

2006: Das Wissen um die Entzündungsprozesse im Körper galt „damals“ für viele Fachleute als noch nicht abgesichert.
Wir wissen inzwischen sicher, dass chronische Entzündungen (Inflammation) und die Übersäuerung unserer Nahrung die Krankmacher sind. So lesen wir mittlerweile in jeder dritten Anzeige unserer Fernseh-Programmzeitschriften von einzigartigen Neuheiten im Kampf gegen verschiedenste Zivilisationskrankheiten, Neuheiten, die sich beim genauen Lesen als bekannte Vitamin-Kombination unter neuem Namen herausstellen, die entzündungshemmend wirken. Doch verkürzen wir nicht, auch die entzündunsgsfördernden Prozesse im Körper haben ihre Berechtigung, ohne sie würde kein einziger Krankheitserreger abgewehrt.

Unser körperliches Bedürfnis nach Entspannung im Alter 
Weil wir schon immer einen anstrengenden Alltag lebten, und es lange Jahre gewohnt waren, auch mit Zipperlein zu funktionieren, wird das Bedürfnis nach Entspannung im Alter oft übersehen. Bei einer geschenkten Massage oder ersten Yogastunde offenbart sich manchmal,  was uns Jahre gefehlt hat, wovon wir kein wirkliches positives„Körperbild“ besitzen, nur eine diffuse Sehnsucht inmitten einer ganzen Tastatur von Abstufungen, wie schlecht es uns geht. Entspannung ist angesagt, aber wir müssen auch keine Wissenschaft daraus machen: Kleine und größere effiziente Pausen vom Alltag zu kultivieren, ist ein realistisches Motto. So dass wir zwischen stressigen Phasen aufatmen können. Im Stress werden keine neuen Nervenzellen, Neurone gebildet, nie!!! Also auch nicht im Alltagsstress. Auch nicht, wenn „nur“ unangenehme Gedanken an ein bevorstehendes stressiges Erlebnis eine Kaskade von Ängsten auslösen. Wo

das Stresshormon Kortisol zirkuliert, läuft ein Notfallprogramm.

Neurone sterben aber auch nach wie vor, wenn sie ihren etablierten Kontakt zu andern Neuronen verlieren, ihre Synapsen stumm werden und keine Überlebenssignale mehr erhalten. Das geschieht bei der Alzheimer-Erkrankung, wenn beispielsweise ein Versiegen an äußeren sozialen Kontakten zwischen Menschen zum Versiegen innerer sozialer Kontakte zwischen Neuronen führt

 


Literaturempfehlungen:
Dr. med. Michael Nehls: Die Alzheimerlüge 
Frank Schirrmacher: Minimum

(mit einem spektakulären Beispiel aus den 70er Jahren, warum Familienbande in extremen Situationen stabiler und lebenserhaltender sind als Freundschaften) 

Dr.med Ulrich Struntz: Das Wunder der Heilung

(täglich 10 000 Schritte, auch gegen Alzheimer)